Wasserleitung verlegen

Wasserinstallation hat viel von seinem Schrecken verloren. Waren alte Rohrsysteme noch etwas für den Fachmann, gibt es heute extrem einfach zu verarbeitende Systeme, die jeder Installateur nützt, die aber auch für den Heimwerker einfach erhältlich sind und deren Verlegung ein wahres Kinderspiel ist. Heute haben sich im wesentlichen Press- und Schweißsysteme durchgesetzt. Für den Heimwerker derzeit geeigneter ist das Schweißen von PPR-Rohren. PPR-Rohre sind deutlich billiger als Pressmaterial, PPR-Rohre sind heute in jedem Baumarkt erhältlich und das Schweissgerät bekommt man im Baumarkt für wenig Geld. Aber erst mal von Anfang an:

Welches Material

PPR-Rohr aus dem Baumarkt

Wir verwenden sogenannte PPR-Rohre. Vielleicht sind dir diese schon einmal im Baumarkt aufgefallen. Sie sind in verschiedensten Durchmessern in 2 oder 5 Meter Stangen erhältlich und sind im Baumarkt meistens grün, manchmal weiss. Der Installateur verwendet gerne die blauen Keilt Rohre, die ein kleines Vermögen kosten, aber auch das selbe sind. Dazu gibt es alle Arten von Fittingen und Formstücken. Ob das Rohr diffusionsdicht ist oder nicht ist für die Wasserinstallation nicht relevant. Meiner Meinung nach gibt es zwischen den Materialien keinen Unterschied. Man kann hier ohne weiters den Preis entscheiden lassen. Bei Übergängen auf Metall erkennt man Verarbeitungsunterschiede, allerdings hatte ich auch mit Baumarktware noch nie ein Problem.

Dieses Rohr wird in die richtige Länge geschnitten und mit Hilfe von Fittingen zu beliebigen Gebilden verschweißt. Man überlegt sich also wo man sein Rohr legen will, zeichnet sich das eventuell an der Wand etwas an und schneidet sich Rohrstücke so zurecht, dass gewünschter Aufbau entsteht.

Welches Werkzeug

Man benötigt ein Muffenschweißgerät. Der Name sollte einen nicht schrecken. Das Ganze hat mit Schweißen gar nichts zu tun. Das Gerät ist technisch gesehen eher ein Wasserkocher als ein Schweißgerät. Man bekommt diese Geräte heute für ca. 200 Euro im Netz und auch in einigen Baumärkten. Es sollten wenigstens Aufsätze (auch Matrizen oder Heizdorne etc. genannt) in den Größen 20mm, 25mm und 32mm enthalten sein. Manchmal bekommt man auch noch 40mm. Ausleihen zahlt sich meiner Meinung nach kaum aus, wenn man Geld dafür bezahlt. Hat man so ein Gerät erst mal braucht man es überraschend oft (klingt komisch, ist aber so). Wenn man sich nur einmal den Ruf eines Installateurteams erspart amortisiert sich das Gerät bereits.

Kein Muss, aber sehr empfehlenswert ist eine Schere zum Schneiden der Rohre. Natürlich kann man das Rohr auch mit der Eisensäge schneiden und dann entgraten, mit der Schere ist so ein Rohr aber in wenigen Sekunden durch, was in Summe viel Zeit spart. Selbst bei kleinen Installationen braucht man schnell mal ein duzend Schnitte. Im Link rechts findet man ein sehr günstiges, aber völlig ausreichendes Modell, wie ich es seit Jahren verwende.

Hier noch einige Alternativen aus China, die den Einstieg in die Rohrschweißszene echt günstig ermöglichen.

Rohrschweißgerät für nicht mal 30 Euro
Rohrschere um 8 Euro.
PPR Ventile, bei uns kaum leistbar, hier günstig

Zum Dichten von Metallgewinden braucht man noch etwas Hanf, oder Dichtband. Dann braucht man noch immer wieder eine (oder besser 2) Rohrzangen. Das wars auch schon an Werkzeug.

Welchen Durchmesser

Die Rohre gibt es in verschiedenen Durchmessern. Wer mit den alten Zolldurchmessern etwas anfangen kann, dem hilft schon mal diese Tabelle:

  • 1/2 Zoll -> 20mm
  • 3/4 Zoll -> 25mm
  • 1 Zoll -> 32mm
  • 5/4 Zoll -> 40mm

In diesen Dimensionen sind dann auch die Übergänge auf Metall verfügbar. Will man also an bestehendes Netz anschliessen, dann sucht man sich am einfachsten eine bestehende Eisenmuffe, sägt dahinter ab, dreht das abgesägte Rohr heraus und dreht (mit Hanf oder Teflon abgedichtet) einen Übergang auf PPR Rohr hinein. Daran kann man jetzt beliebig PPR schweißen.

Legt man ganz neu, so kann man sagen, dass man zu einer einzelnen Entnahmestelle normalerweise 20mm legen kann. Sollen mehrere Entnahmestellen gespeist werden, oder sehr grosse Distanzen überwunden werden, so kann man auch mal 25mm legen. Alles andere ist für normale Wasserinstallation weniger notwendig. Beispiel für 32mm Rohr wäre die Steigleitung in einem Mehrfamilienhaus aus dem Keller nach oben. Oder auch eine Leitung vom Brunnen zu einer Entnahmestelle, die extreme Wassermengen liefern soll (für Pool etc.) Gut bewährt hat sich z.b. die Steigleitung mit 32mm, in einem Geschoss die Verteilung mit 25mm und die Zuleitung zu einzelnen Entnahmestellen mit 20mm. Vorteil einer grosszügigeren Dimensionierung ist, dass der Druck bei einer Entnahmestelle nicht abfällt, wenn eine andere aufgedreht wird. Beim Warmwasser würde ich eher kleiner dimensionieren, weil man bei zentraler Warmwasserbereitung erst einmal das ganze Rohr mit Warmwasser füllen muss, bevor dieses beim Hahn ankommt und dies bei größeren Rohrdimensionen eine längere „Vorlaufphase“ bedeutet, bevor das Warmwasser ankommt.

Es sind alle Arten von Reduktionen etc. erhältlich.

Wie schliesse ich eine Amateur etc. an

Üblicherweise wird am Ende einer PPR-Leitung eine Wandscheibe gesetzt (unter Putz). Das ist ein rechtwinkliger Übergang von 20mm PPR auf ein 1/2 Zoll Metallinnengewinde. Da hinein wird ein so genanntes Eckventil gedreht an das wiederum Amaturen angeschlossen werden. Das Eckventil ist bereits über Putz und man kann sich das Ding an jeder Badezimmeramatur unter dem Waschbecken ansehen.
An Unterputzspülkästen oder Unterputzamaturen kann man direkt einen Übergang auf PPR-drehen (mit Hanf dichten) und von dort weiterschweißen. Hier sollte man sich andere Installationen genauer ansehen, sich beraten lassen und die Amateuren vorher ein wenig durchsehen, damit man in der richtigen Höhe etc. installiert.

Bei Brause- und Wannenamaturen müssen die beiden Wandscheiben für Kalt- und Warmwasser im richtigen Abstand, der Richtigen Höhe und waagrecht nebeneinander sein. Allerdings wird später noch ein Exzenter eingedreht, mit dem kleinere Ungenauigkeiten ausgleichen kann.

Einen Wasserhahn kann man direkt in eine Wandscheibe schrauben. Im Anschluss folgen zahlreiche Fotos, damit man sich ein Bild machen kann.

Rohre isolieren

Man sollte die Rohre isolieren. Es gibt dazu Iso-Schläuche, die über das Rohr gezogen werden. Auch eine Kaltwasserleitung sollte man isolieren. Dies hat einerseits den Vorteil, dass sich kein Kondenswasser daran bildet, es macht die Leitung aber auch etwas leiser bzw. gibt es der Leitung etwas Spielraum, wenn man sie verputzt oder in den Estrich legt. An Ecken muss man den Schlauch abschneiden, weil dieser nicht über die Muffe geht. Die Ecken sollte man mit einem Band isolieren. Früher hat man dazu so Stoffbänder verwendet, heute gibt es isolierendes Klebeband in der selben Farbe wie die Isoschläuche.

Wie schweißt man

Jetzt zum eigentlichen Schweißen. Das Prinzip ist sehr einfach. Zuerst schraubt man den richtigen Aufsatz auf das Schweissgerät (richtiger Durchmesser) auf die meisten Geräte kann man auch 2 Aufsätze schrauben. Dann steckt man das Gerät ein und wartet bis es auf Temperatur ist. Dafür gibt es immer eine Anzeige (Lämpchen etc.)

Jetzt drückt man das Ende des Rohres in den einen Teil des Heizdorns, und die Muffe schiebt man auf die andere Seite. So wird das Rohr und die Muffe so heiß, dass die etwas anschmelzen. Nach einer kurzen Heizphase zieht man Rohr und Muffe von Schweißspiegel und steckt sie zusammen. Zu beachten ist, dass einerseits der Kraftaufwand mit größer werdendem Durchmesser stark steigt. Im Video sieht man das Schweißen eines 32mm Rohres an eine gerade Muffe. Hier ist schon einiges an Kraft nötig. Man sollte Muffe oder Rohr auch nicht drehen, sondern nur gerade auf das Gerät bzw. zusammenschieben. Dann gibt es noch zu beachten, dass man gerade größere Durchmesser ein wenig am Gerät läßt, damit der Kunststoff ordentlich angeheizt wird. Bei 20mm Rohren reichen ein paar Sekunden und relativ wenig Kraft. Bei 32mm (wie im Video) gebe ich dem Rohr schon einige Sekunden um sich ordentlich zu erhitzen.

„Kompliziertere“ Konstruktionen mit vielen Winkeln etc. schweißt man am besten erst „am Boden“ fertig und schweißt sie erst dann an Ort und Stelle an. Obwohl ich schon sehr viel alleine geschweißt habe und das sehr oft auch möglich ist gibt es Schweißstellen für die eine 3. Hand unumgänglich ist. Man braucht als manchmal einen Helfer, der den Schweißspiegel hält und entfernt. Selber hat man dann die beiden PPR Teile in der Hand und schiebt diese auf das Gerät bzw. zusammen.

Dann sei noch der Tipp gegeben, dass man, wenn es enger wird, vorher genau überlegt was man zuerst schweißen muss. Man benötigt um das Gerät zwischen Rohr und Muffe zu bringen ein Spiel von ca. 10 cm. Dieses Spiel hat man nicht an jeder Schweißstelle, so dass man vorher überlegen muss welche Stelle man zuletzt scheißt weil man dort das ausreichende Spiel hat.

Zur Beruhigung möchte ich aber auch anmerken, dass ich als Laie schon sicher 500 „Schweißungen“ gemacht hab und noch keine undicht wurde, obwohl schon ganz furchtbare dabei waren, die völlig schief wurden, weil kaum Platz war. etc. Dicht wurden sie alle und auch über viele Jahre noch keine undicht. Ich hab mich schon öfter vertan, und es blieb zuletzt eine „unlösbare“ Schweißung übrig, weil einfach nicht der nötige Platz da war etc. Hier muss man halt man einen Teil wieder runterschneiden und zuletzt mit einer gerade Muffe wieder anschweißen. Je genauer man sich das vorher durchdenkt, desto weniger Fehler passieren.

Befestigung der Rohre

Die Rohre werden bei Aufputzinstallation mit Rohrschellen an der Wand oder der Decke befestigt. Da das Rohr gerade bei Füllung mit heissem Wasser etwas zum Durchhängen neigt, gibt es noch Metallschienen, die man auf das Rohr Klippen kann damit es nicht durchhängt. Will ich gut isolieren verwende ich gerne grosse Rohrschellen und befestige darin gleich das Rohr mit der Isolierung.

Unter Putz wird mit dünnem Isoschlauch isoliert und verputzt. In Rigipswänden verwendet man ebenfalls den Isoschlauch und befestigt Wandscheiben etc. am besten mit Holzstücken etc. Hier kann man ohne weiters improvisieren. Die Fotos unten können Ideen liefern.

Was kann man damit installieren

Wasserinstalationen sind alle mit PPR möglich. Egal ob warm oder kalt. Für Heizungen wird es mittlerweile auch ganz gerne verwendet, allerdings MUSS dabei das Rohr diffusionsdicht sein. Dazu ist ein Mehrschichtrohr nötig, bei dem eine Metallschicht im Rohr eingearbeitet wird. Es werden die notwendigen Dichtigkeit so erreicht, obwohl die Muffen nicht diffusionsdicht sind.

Ich hoffe mit dieser Anleitung etwas die Angst vor Wasserinstallationen genommen zu haben. Ich kann das PPR System nur wärmstens empfehlen. Ich habe jetzt 2 ganze EFH damit installiert und hatte noch keinerlei Probleme. Ein wenig informieren oder auch hier Fragen und sich einfach drübertraue, dann klappt das 😉

Verschiedene Fittings und Übergänge
Unterputzamatur von hinten in Rigipswand
Waschtisch von hinten, UP-Amatur von vorne direkt mit Übergängen auf PPR angeschlossen
Installationchaos im Keller, noch nicht fertig isoliert
Muffenschweissgerät mit einem Heizdorn

  1. Johannes

    Hallo, ich muss dieses Jahr auch eine neue Wasserleitung im eigenen Garten ziehen. Danke für den tollen Artikel – einen Großteil wusste ich aber auch schon zum Thema. Viele Grüße

    Antworten
  2. Ilse

    Hallo Fachmann,

    es geht um eine Wasserleitung bzw. kommt fast kein Wasser aus dem Wasserhahn heraus, ein ganz dünner Strahl, bei der Dusche ein wenig ehr und auch WC funktioniert, hat schon mal besser funktioniert. Jetzt kommt total wenig heraus, woran kann das liegen. Kann etwas blockiert sein und wenn ja wodurch? Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      admin

      ich würde zuerst mal die Siebe reinigen. Es kann sein, dass Kalkablagerungen etc. die Siebe verstopfen. Dass ein Rohr so weit mit Kalk zuwächst, dass kaum mehr Wasser kommt wäre schon sehr sonderbar. Besonders wenn das relativ schnell geschieht. (also innerhalb einiger Monate)

      Am Wasserhahn kannst du das letzte Teil (den Perlator) runterschrauben. Meistens mit einem grossen Gabelschlüssel, manche haben leider einen Spezialschlüssel. Dann dreh mal das Wasser ohne das Sieb auf und schau wieviel kommt. In WC gibt es im Spülkasten meist auch so ein Sieb. In den Brause kann es sein, dass sich der Duschkopf verstopft. Häufig ist auch am Anfang oder Ende das Duschschlauchs ein Sieb drin. Das findet man leicht wenn man einfach den Duschschlauch runterdreht. Mit Pech ist im Eingang zur Amatur ein Sieb und dieses ist verstopft. Dann heisst es Wasser abdrehen und Amatur abschrauben.

      Ich würde das ganze mal mit einem Wasserhahn probieren, wo wenig Wasser kommt und der Perlator leicht demontierbar ist. Dann den Dreck ansehen, der im Sieb ist (ev. für den Fachmann aufheben) Man kann ein kleines Stück kosten. Kalk schmeckt wie Eierschale. Könnte auch Zink sein, glaub ich bei älteren Leitungen aber weniger. Problematisch wird es wenn das Problem alle paar Wochen wieder auftaucht.

      Reinige mal einen Wasserhahn und schreib wie der Erfolg aussieht. Dann weiss man schon mal mehr.

      Antworten
  3. Ilse

    Danke, vielen Dank für die ausführliche Erklärung, ich leite das mal weiter, und berichte weiter.

    Lg

    Antworten
  4. Helge

    Wie sieht den die Verlegung solcher Rohre im Estrich aus, ich meine, wegen der unterschiedlichen Ausdehnungen. Um wieviel dehnt sich so ein Rohr pro Meter bei 20-60°C ? Genügen die Isolierschläuche zum Drüberschieben, damit sich das Rohr bewegen kann ? Wie ist das bei T-Stücken und Abzweigungen ?
    Vielen Dank für Eure Hilfe !

    Antworten
  5. muchacho

    Hallo Helge,

    also direkt im Estrich wird so ein Rohr nicht verlegt. Wenn dann in der Dämmung darunter etc. Da gibt’s sowieso kein Problem. Ich hab aber auch schon gesehen, dass solche Rohre einbetoniert werden. Auch da wurde nur der Isolierschlauch verwendet. Für T-Stücke und Bögen gibt es da so Isoklebebänder in der selben orangen Farbe wie die Schläuche, mit denen werden diese Teile umwickelt. Früher hatte man da so Bänder die aussahen wie auch alten Stoffresten…

    Im normalen Hausbau hat man am ehesten in der Wand mal so ein Rohr fest eingeputzt. Auch da reicht der Isoschlauch. Wenn man jetzt 10m gerades Rohr fest einbetoniert, sollte man vermutlich irgendwelche Dehnungsbögen vorsehen, ist aber ein Problem, das sich im Alltag kaum stellt. Beim normalen Hausbau reicht es den Isoschlauch zu verwenden und die Bögen mit dem Band einzuwickeln.

    Antworten
  6. Philipp

    Ich finde den Artikel durchaus sehr informativ und fachlich korrekt.
    2 Dinge möchte ich aber trotzdem noch anmerken:

    1. Die blauen Rohre kommen von der österreichischen Firma KE Kelit und sind meiner Meinung nach noch relativ günstig (es gibt durchaus weit teurere Systeme); Der Fachbetrieb Ihres Vertrauens hilft gerne!

    2. Beim Schweißen würde ich mich nicht auf mein Gefühl, sondern auf die Zeitvorgaben des Herstellers verlassen! (Tabelle Durchmesser / Aufheizzeit)

    @ Helge: Auf der Website von KE Kelit (sicher auch bei anderen MArkenherstellern) findest Du ein PDF mit allen relevanten Daten zu PPR Rohren, Wärmedehnung inklusive!

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      admin

      Servus Philipp,

      Kelit ist wohl die (zumindest in unserer Gegend) bei Installateuren am weitesten verbreitete Marke. Gute Links kann man bei mir gerne posten, daher hier der Link zum Handbuch. Auf Seite 22 findet man die Anleitung zum Schweissen. Danke für den Hinweis.

      PDF – Anleitung

      Als Aufheizzeit wird für 20mm Rohr 5 Sekunden, für 25mm Rohr 7 Sekunden und für 32mm Rohr 8 Sekunden angegeben. Also mir reicht hier das Gefühl, aber die Werte geben sicher einen guten Anhaltspunkt. Nebenbei hab ich mir das Video angesehen. Wie beschrieben handelt es sich um ein 32mm Rohr. Fertig aufgeschoben ist es bei Sekunde 14, Abziehen tu ich es bei Sek. 22 -> 8 Sekunden. Exakt wie im Handbuch vorgeschrieben. Ich möchte aber behaupten, dass ich diese Zeit auch schon deutlich unter und überschritten hab und dass das kein Problem macht. Man spürt auch ganz gut, wie das Plastik weicher wird und so die Teile „lockerer“ am Schweissspiegel sitzen. Am Anfang kann Sekundenzählen aber sicher helfen.

      Nebenbei hab ich noch keinen Installateur gesehen, der hier genau stoppt, oder der sich Wärmedehnungen ausrechnet, aber das Internet ist hier voll von Informationen, die kaum ein Fachmann beherzigt, aber das wird man beim Hausbauen öfter feststellen, wenn man sich gerne im Internet informiert.

      Keilt ist sicher eine tolle Marke. Listenpreise bei meinem Installateur liegen aber gut beim 5-fachen von Baumarktware. Ob das jetzt billig oder teuer ist sei jedem selber überlassen. Ich persönlich würde bei reinen Plastikteilen kaum einen Unterschied sehen. Problematischer wird es vielleicht bei Teilen wo Metall in den Kunststoff eingeschweisst ist. Hier sind Markenprodukte schon sichtbar solider verarbeitet. Aufputz verwende ich hier aber auch nur die Billigteile und hatte noch nie ein Problem.

      Antworten
  7. Toni

    Hallo,
    gibt es Normhöhen, wie viele cm z.B. vom Estrich aus horizontal Wasserleitungsrohre verlaufen? 60, 90 oder 110cm?

    Antworten
  8. daniel

    Hallo ich hab eine frage

    Ich möchte bei mir die ganzen Rohre verlegen da di schon alt sind und nicht isoliert hab immer Wasserrohr schwitzen aber auch zu alt sicher 40 Jahre da Altbau.

    Meine Frage bei die kunststoffrohre kann ich da immer das gleiche Durchmesser nehmen für Dusche, WCs Wasser, Küche Trinkwasser oder müssen es immer verschiedene Durchmesser sein ich wollte 25mm legen, und beim isolieren von die Rohre was ist da am besten ?

    Danke

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      admin

      Servus Daniel,

      Je grösser der Durchmesser, desto mehr Wasser kann durch. Deswegen verlegt man üblicherweise Verteilungsleitungen wo mehrere Entnahmestellen sind mindestens mit 25mm. Hat man ein grosses Haus, dann kann man z.B. die Zuleitung zwischen den Stockwerken sogar noch grösser legen. Für das durchschnittliche EFH ist 25mm aber sicher gut. Zu den einzelnen Entnahmestellen zweigt man dann normalerweise mit 20mm ab. Du kannst auch bei 25mm bleiben, gerade wenn du sehr viel Wasser entnehmen willst (Regendusche etc.). Normal ist wie gesagt 20mm. Du musst auch schauen, ob du alle Übergangsteile in 25mm bekommst. Wandscheiben z.B. gibt es im Baumarkt meistens nur in 20mm. Man kann statt dessen 25mm Übergänge benutzen.

      Ich würde es machen, wie alle es machen. 25mm Verteilungsleitungen und die Abzweigungen auf die einzelnen Entnahmestellen 20mm. lg

      Antworten
  9. daniel

    Ok danke für die schnelle antwort, ja ich werd mir das anschauen ob die das im baumarkt alles habe

    danke

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Hi Flo !

      Die Tabelle ist nicht als exakte Umrechnung gemeint. Bei Stahlrohren gab es früher hauptsächlich Zolldimensionen. PPR Rohre werden metrisch angeboten. Die Tabelle soll zeigen was man z.B. statt einem 1/2 Zoll Rohr einsetzt. Auch die erhältlichen Übergänge haben normalerweise diese Dimension. Kauft man also einen 1/2 Zoll Übergang, dann hat dieser auf der einen Seite ein 1/2 Zoll Gewinde, auf der anderen ein 20mm PPR Stück. usw.

      lg

      Antworten
      1. Florian Schäfer

        Hmm… ich dachte, die Tabellen, die man sonst überall findet, beschreiben sozusagen das „sinnvolle Äquivalent“, also Rohrdurchmesser mit gleichem Wasserdurchsatz. Du meinst, um ein 1″ Rohr zu ersetzen bzw. zu verlängern, nimmt man eben kein 25er (obwohl 1 Zoll 25 mm entspricht), sondern eher ein 32er?

        Aber warum ich überhaupt hier lande:
        Habe Deine Seite schon vor Jahren beim Hausbau-planen gefunden (sehr viele gute Infos..! Danke mal an dieser Stelle – bin übrigens auch Wärmepumpen-fan :-), und suche jetzt grad nach Infos zur Wasserverrohrung: Muss nämlich die Gartenbewässerung anschließen.

        Haben ein EFH, aus der Aussenwand kommt ein langer Kemper-Wasseranschluss. An diese Wand haben wir nachträglich einen Holz-Zubau drangebaut (Lager und Werkstatt) mit Bodenplatte. Aus der Bodenplatte kommen 3 25er-Gardena-PE-Rohre, die unter der Terrasse zum Garten führen. 1 für Wasserentnahmestelle, 1 für Beregnung, 1 für Tropfberegnung vom Beet und div. Pflanzen. Soweit der Plan.

        Jetzt kommen die 3 schwarzen Schläuche aus dem Betonboden und ich hab da meinen Wasseranschluss, an dem momentan ab und zu der Schlauch ganz normal angeschlossen ist. Das Wasser soll hier aber verteilt werden für ein Waschbecken, eine Entnahmestelle im Lager, an die 3 PE-Leitungen (zwei davon mit 24 V Ventilen) sowie einen Anschluss an Druckluft, um im Herbst entleeren zu können.
        Wie mach ich das am besten? Mit Schraubfittingen, oder? Da ich sonst nichts zu verlegen habe, möchte ich jetzt nicht mit 200 € Verschweißgeräten anfangen, sondern am liebsten ein paar L, T und Kreuzstücke kaufen, zusammenschrauben (mit Hanf…) und fertig. Oder übersehe ich da wichtiges?

        Wirf doch bitte mal einen Blick auf meine fesche Skizze!

        http://www.superflo.at/div/wasserverteilung.jpg

        Frage mich vor allem, wie ich die benötigten horizontalen Rohrlängen zu den PE-Rohren, wo die Absperrhähne und die 24 V Ventile dazwischenhängen, mir selbst konfektionieren soll… Jede Hilfe hierfür wäre sehr willkommen, danke!

        Hier noch ein Foto vom momentanen Stand… werde noch eine Holzplatte zwischen den Holzständern montieren, auf der dann die Verrohrung fixiert werden kann, der Kemper gehört gekürzt.

        http://www.superflo.at/div/wasserverteilung2.jpg

        Ich hoffe, die Fragerei ist keine Zumutung meinerseits – danke jedenfalls im voraus!
        LG Flo

      2. comment by losmuchachos
        el muchacho

        Hi Flo,

        gute Fragen sind nie Zumutung. 1″ ist definitiv 32mm ! 32mm sind Aussendurchmesser, die Dinger haben aber eine ziemliche Wandstärke. Leider geht dein 2. Link nicht.

        Kleine Distanzen und Verteilungen würde ich mit Messingfittingen und Hanf/Dichtfaden machen. Übergänge PPR/Metall sind teuer, Hähne etc. in PPR unleistbar. Hier würde ich also überhaupt nicht auf PPR umsteigen, ausser du hast irgendwo enorme Distanzen zu überwinden. Messingfittinge sind bei Aufputzinstallation auch steifer und so hält ein Wasserhahn etc. besser wenn er ordentlich mit Schellen an die Wand geschraubt ist. Die Skizze ist pipifein. Kompressoranschluss ist super ! Genau so gehört das.

        Also ich würde die 3 Gardena Schläuche je auf 3/4″ Messing verbinden und mit Messing Stücken aus dem Baumarkt/Internet/Installateur arbeiten. Billigere Alternative ist verzinkt. Im Freien, wo es oft mal feucht ist etc, würde ich mir aber Messing leisten.

        Hoffe das beantwortet deine Fragen !

        lg

      3. comment by losmuchachos
        el muchacho

        Hi !

        Ich hab jetzt nochmal nachgesehen. 1″ Eisenrohr hat ca. 25mm INNENdurchmesser. Ein 32mm PPR Rohr hat 32mm AUSSENdurchmesser. Die Wandstärke beim PPR Rohr liegt bei ca. 4mm, bleiben also 24mm INNENdurchmesser. Meine Tabelle passt schon so ! LG !

  10. Florian Schäfer

    Vielen Dank!
    2. Link geht jetzt… das „jpg“ war großgeschrieben… da ist der FTP-Server pingelig!

    OK, vom Prinzip her ist mein „Aufbau“ also in Ordnung – passt! Nur muss ich evtl. etwas mehr zur Seite arbeiten, denn der Wasserhahn ist nicht besonders weit über dem Boden.

    Ich bin vorher halt zufällig auf diese Rollmutterfittinge gestoßen – und die sind aber ur billig:
    PE – Gewinde-Übergangsstücke:
    http://www.bewaesserungswelt.de/index.php/cat/c15_Gerade-mit-AG.html
    Und dann das ganze Fittings-Zeug, gerade, L, T und Kreuz:
    http://www.bewaesserungswelt.de/index.php/cat/c126_Rollmutterfittings.html

    Alles für wenige Euros..! Oder übersehe ich da was?

    Und was die Dimension betrifft: Verstehe, weil man bei unterschiedlichen Materialien mal Aussen-, mal Innendurchmesser angibt, ist deine Tabelle so, wie sie ist. Für 25er-PE-Rohr (Innendurchmesser 21mm) genügen also ¾“er-Fittinge für meine Verteilung – 1″ würde hier keinen nennenswerten Mehr-durchsatz an Wasser bringen?!

    Antworten
    1. Superflo

      Hallo Muchacho,

      mittlerweile ist ein Jahr vergangen… aber ich hätt nochmal kurz die Frage, die ich damals schon gestellt habe (bin noch nicht weiter gekommen mit meiner Wasserinstallationsgeschichte)..:
      Was hältst Du von den normalen PE-Fittings für diese Verteilung des Wassers (s.o., wo ich meine Skizze einst gepostet habe)? Dann brauch ich nicht mit Messing und Hanf usw. herummurksen und bleib einfach in der Kunststoff-Ebene… bis zum „Wasserhahn“, der aus der Wand kommt.

      Danke nochmals und LG!
      Flo

      Antworten
      1. comment by losmuchachos
        el muchacho

        Servus Florian,

        ich verstehe das System von dieser Seite nicht ganz. Das Rohr wäre ein PLT(PE) Rohr, das ist für Gartenverlegung das Rohr der Wahl. Ich kenne mich aber bei den Fittings nicht aus. Normalerweise gibt es da so Schraubfittings, wie auch im verlinken Artikel ein Bild drin ist. Aber das sind einfach Fittings, die man dann auch schweißen muss?? Man kann PE Rohr schweißen, das hab ich schon gesehen, aber das sind dann die Fittings dafür? Und wo findest du da was billiges 😉

        Wenn man im Garten unter der Erde Leitungen legt, dann verwendet man diesen Schlauch. Kompliziertere Installationen wie du das vor hast, wirst du mit den Schraubfittingen nicht schaffen, die sind sperrig und groß und ganz blöd zu handhaben. Wenn du gar nicht schweißen willst, kannst du das mit Metallgewinden und Hanf durchführen, ist aber etwas aufwändig, aber weniger gemurkse als diese PE Fittinge. Für deine „Anlage“ sind die echt nix.

        Wenn es nur der Preis des Schweißgerätes ist, dann kauf dir dieses. Oder borg dir eines aus. Hat auch schon jeder Baumarkt. Ich würds mir aber kaufen 😉

  11. werner

    Guten morgen,

    ich hätte da mal eine frage, kann man PPR Rohre und Muffen verschiedener Hersteller verschweißen? zBsp. Coestherm mit Aquathern oder Baumarktware?

    Meine Wasserverrohrung ist in Coestherm, ich sollte da was dazufügen bekomme aber keine Muffen in der Nähe?

    Wer hat das schon mal gemacht und wie ist die Erfahrung?

    lieber gruß aus Österreich

    Werner

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Servus Werner,

      oft gemacht, kein Problem. Solange es sich auch um PPR Rohr handelt. Mit diesem Coestherm geht es. Du kannst also ganz normales Rohr vom Bauhaus verwenden. Es gibt anscheinend auch Rohre die nicht PPR sind. Diese sollen schwarz sein, aber vielleicht gibt es so was auch mit anderen Farben, da get es nicht. So hat mir das wenigstens mal mein Installateur erklärt.

      lg auch aus Österreich 😉

      Antworten
  12. Christian

    hallo,

    ich möchte in ein paar räume neue heizung legen. dazu möchte ich ppr verbundrohre verwenden. zwar finde ich mehrere hersteller im netz, aber händler finde ich keine. kann mir jemand helfen?

    gruss und besten dank!

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Du brauchst diffusionsdichte Rohre. Verkauft der Installateur, das Netz oder auch der Baumarkt. Aber auf jeden Fall DIFFUSIONSDICHT!

      Antworten
  13. Michael

    Hallo

    Habe eine Systemfrage.
    werden alle Duschanschlüsse nur 1/2″ ausgeführt?
    bin mir nicht sicher ob für eine große Regendusche (ca. 50 x 50) genug Durchsatz da ist.
    Habe im Netz immer nur 1/2″ gesehen.
    Danke für ein kurzes feedback
    Michael

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Ich hab so eine Regendusche, allerdings DEUTLICH kleiner. (ca 25 x 25) Da hat der Installateur mit einem 25mm PPR Rohr hingelegt, damit mehr durchgeht. Erstaunt war ich, dass dann trotzdem ein Übergang auf 1/2″ hinkam und die Dusche auch 1/2 Zoll hatte. Solltest du in der technischen Beschreibung deiner Dusche finden. Würde mich eigentlich wundern wenn sehr grosse Duschen nicht 3/4 “ hätten ???

      Antworten
  14. niels Schönfeld

    ich habe eine Bekannte in Hamburg-Bergedorf. Ein Teil der Installation für Heizung und Trinkwasser ist durch einen Ausländer durchgeführt worden. Nun wird ein hiesiger Installateur gesucht, der den 2., Abschnitt in PPR-Rohr von Aquaplus ausführt. Der Ausländer kommt nicht wieder nach Germany.
    kennt jemand eine Firma oder Person im Raum Hamburg/Süd-Schlerswigholstein den
    man kontakten könnte. Das System wird über Bauhändler

    verkauft aber wenige Installateure machen davon Gebrauch.

    im voraus vielen Dank

    Niels

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      PPR Rohr ist kompatibel zu anderen Marken, praktisch jeder Installateur legt dir ein PPR Rohr. Ich sehe da kein Problem. Oder selber legen 😉

      Antworten
  15. Hennes S.

    Super Seite – Kompliment!

    Ich wollte dich nur zur Warmwasserleitung fragen, ob es sinvoll ist diese eine Dimension kleiner zu verlegen? Steigleitung 25 anstatt 32? Verteilerleitung und Zuleitung bleibt 25 und 20?

    Das mit der Warmwasserleitung hast du glaube ich auch so erwähnt in dem Absatz „Dimensionierung“.

    MfG

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Ich finde ja. Wenn Warmwasser aufgedreht wird, dann muss man zuerst das kalte Wasser in den Leitungen „ausleeren“. D.h. zuerst rinnt kaltes Wasser bis es warm kommt. Bei dünneren Leitungen ist der Inhalt erheblich weniger. Dünnere Leitungen bedeuten also Energieeinsparungen und höheren Komfort, weil es schneller warm wird. Größer dimensionierte Verteilerleitungen haben deswegen Sinn, weil dann der Warmwasserdruck nicht zu stark abfällt, wenn ein 2. Verbraucher aufgedreht wird.

      25/20 reicht auch völlig für Kaltwasser, da bist du also auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Nachdem es im PPR Bereich keine 16mm gibt kannst du 20/20 (schneller warmes Wasser) oder 25/20 (weniger Temperaturwechsel, wenn wer 2. warm aufdreht) wählen. 32 für Warmwasser wäre sowieso überdimensioniert, das legt man in Wohnblocks und selbst dort nicht immer.

      Antworten

Was meinst du ???

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.