Was ist los mit Hornbach ?

Die österreichische Baumarktszene wandelt sich.

Meine ersten ernsthaften Bauarbeiten begann ich im Jahr 1999. Damals und etliche weitere Jahre war eines klar. Musste man mehr einkaufen musste man auch zu Hornbach. Der Weg war weit, die Ersparnisse üppig. Während leider Praktiker und OBI in Österreich mehr und mehr abbauten (bzw. zusperrten) schien der Vorsprung von Hornbach in allen Belangen uneinholbar.

Doch dann begannen die schlechten Zeiten. Hatte früher Hornbach eine französische Marke Glaswolle die preislich unschlagbar war, wechselte man plötzlich zu Knauf. „Firmenpolitik“ war die kurze und unverständliche Erklärung. Genau das selbe geschah bei Rigipsplatten und Styropor. Mittlerweile bekommt man die selbe Ware wie überall und auch nicht billiger.

Nebenher begann die erfolgreiche Aufholjagd von Bauhaus. In durchwegs besseren Lagen wurden Megamärkte aufgestellt, die sich heute vor einem Hornbach nicht mehr zu verstecken brauchen.

Die Suche nach billigen Granitplatten hat mich wieder mal alles abklappern lassen, was es so gibt. Auf der Hornbach Homepage werden hier richtig billige beworben. Ich dachte schon an ein Hornbach Revival mit interessanten Produkten, aber die Erklärung im Markt war ernüchternd. „Die gibts schon ewig nicht mehr, sollten sie schon lang aus dem Internet rausgeben.“ Also wieder mal ein Produkt mit echtem Bestpreis, das grundlos eingestellt wurde.

Liebe Macher der „Hornbach Firmenpolitik“. Ich bin nicht sicher ob die beste Werbelinie langfristig reicht um erfolgreich zu bleiben. Andere haben heute 5 Jahre Garantie, 12% Bestpreispolitik und Drive In Ladezonen. Bei Reklamationen ist heute keiner mehr „lästig“, also kann sich Hornbach auch hier nicht mehr abheben. Sympathisch finde ich persönlich immer noch die Politik, dass der Preis steht, also keine 7% Aktionen mit Gutscheinen vom Betriebsrat und Preissägekarten etc. Preis ist Preis. Aber dann sollte dieser auch interessant sein, weil derzeit lohnt sich der Weg zu euren spärlich verteilten Märkten leider nicht mehr!


  1. Gustav

    Was mich an Baumärkten so stört ist, dass immer wenn man einen Berater bzw. Verkäufer braucht, nie einer zu finden ist. Es ist sogar so schlimm, dass ich sogar schon mal von einer älteren Dame um Hilfe gefragt wurde. Und ich war selber nur Kunde. Werbung hin oder her, der Service muss stimmen. Dann kommen Kunden auch wieder in den Baumarkt zurück, unabhängig vom Produktpreis

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