Hochbeet anlegen – der Herbst ist die beste Jahreszeit

Während das Gemüsebeet schon recht leer aussieht und langsam auf Schnee wartet, kann man die Zeit nützen jetzt sein Hochbeet zu planen und anzulegen. Der Herbst ist dafür die ideale Zeit.

Warum im Herbst

Während man im Frühjahr meist suchend durch den Garten läuft, damit man brauchbares Füllmaterial findet, hat man im Herbst davon immer genug. So kann man einen idealen Schichtaufbau herstellen. Über den Winter setzt sich der Aufbau, und erste Mikroorganismen besiedeln die unteren Schichten. Ist ein Hochbeet ganz frisch aufgeschichtet und wird sofort bepflanzt, dann können gröbere Setzungen im Erdreich die frischen Wurzeln beschädigen. Der Herbst eignet sich also ideal um seine Gemüse und Kräuterpläne fürs nächste Jahr zu durchdenken, Hochbeete aufzustellen und die Grundbefüllung vorzunehmen. Ab besten man bleibt mit dieser Befüllung mind. 10cm unter dem Rand. Durch die Setzungen über den Winter hat man dann im Frühling min. 15cm. Deckt man jetzt das Hochbeet am Rand mit Folie oder Glasscheiben ab, so hat man bereits ein fertiges Frühbeet. Werden die Pflanzen größer entfernt man die Abdeckung und verwendet das ganze als Hochbeet weiter.

Welches Hochbeet / wie machen

In einem älteren Artikel hab ich ja bereits die wichtigsten Grundregeln für ein langlebiges Hochbeet erwähnt. Achtet man auf eine regelmäßig abtrocknende Konstruktion und legt sein Hochbeet innen noch mit Noppenfolie aus, so wird man lange Freude und gute Ernten mit seinem Hochbeet haben. Ist es sogar noch aus Lärchenholz, hält ein gut gemachtes Hochbeet ohne weiters auch 15 Jahre und mehr. Mittlerweile gibt es auch wirklich hervorragend konstruierte Hochbeet in Topqualität zu erschwinglichen Preisen zu kaufen, wie z.b. hier. Sowohl optisch als auch befüllungstechnisch würde ich ein Hochbeet übrigens nur ca. 80cm hoch machen. Viele Kaufhochbeete sind deutlich höher. Sieht einfach nicht gut aus und bringt vom Aufbau rein gar nichts mehr.

Wie befüllen

Es gibt unzählige Varianten Hochbeete zu befüllen und jeder Gärtner bewirbt seinen Schichtenaufbau als den optimalen. Ich persönlich glaube, dass es vor allem wichtig ist unten lockeres Material zu verwenden, das langsam aber beständig verrottet. Ideal ist hier sicher eine Mischung aus Laub, Grasschnitt und Ästen. Etwas Gehölz muss auf jeden Fall dabei sein um das ganze etwas aufzulockern. Interessant finde ich z.B. den hier beschriebenen Aufbau. Es macht sicher Sinn zuerst etwas lockeres Material zu befühlen und danach noch eine schwerere Schicht wie die verwendeten Grassoden aufzulegen um bereits eine kompakte Befüllung zu erlangen. Im Prinzip funktioniert aber jede Befüllung, die ich bisher probiert habe recht gut. Die erste Erdschicht (bzw. Kompostgemisch) würde ich im Herbst noch aufbringen. Die obere Deckschicht Gartenerde kann man dann im Frühjahr noch nachfüllen.

Wird das Hochbeet für Schwachzehrer wie Kräuter verwendet, so sollte man kein zu nährstoffreiches Gemisch einbringen. Hier kann man ohne weiters im Fall eines reinen Kräuterbeets auch mit Sand und Steinen anreichern. Mit Kompost muss man in diesem Fall ohnehin sehr sparsam umgehen. Mehr zum Thema Nitrat und Hochbeet findet ihr in diesem Artikel.

Also Herbst nützen, Hochbeet planen, aufstellen und befüllen. Ideal für das Hochbeet und im Frühling hat man ohnehin mehr als genug im Garten zu tun.


  1. Karin

    Ja dann geb ich mal meinen Senf dazu! 😛
    Nein, ich muss sagen, ein sehr schöner Beitrag! Genau so sehe ich das auch, nur leider habe ich meinen Garten schon voll ausgeschöpft und kann kein Hochbeet mehr bauen =(, aber zustäzlich auch keine Zeit dazu =( LG

    Antworten
  2. andre

    sehr schöner beitrag, lässt sich schön lesen und interessant werde in zukunft eure seite weiter verfolgen ist sehr nützlich grüße

    Antworten
  3. sascha

    netter beitrag und schöne fotos weiter so habtn neuen abo 😀

    Antworten
  4. Erwin

    Ich hab den Sommer über Holz für ein Hochbeet zusammengesägt und passend wetterfest bestrichen. In den nächsten Tagen werde ich es dann aufbauen, auskleiden und befüllen.

    Antworten
  5. Paul

    Ja toll! Website neu entdeckt und als Gartenfan werde ich nun öfters vorbeischauen. Wird gleich in meinem Feadreader integriert. Freue mich schon und grüße!

    Antworten
  6. Christoph

    Schön zum Lesen, Bilder mit verschiedenen Beispielen in Technik und Gestaltung wären noch gut!

    Antworten
  7. Jana

    Super Beitrag, genau sowas hab ich gehofft zu finden. Habe 2 weitere Kokoshochbeete gekauft (im Frühjahr gibts manchmalLieferschwierigkeiten) und möchte sie am liebsten gleich aufstellen. Werde es nach dem Lesen dieses Beitrages nun auch tun. Und meinen Riesen-Kompostberg kann ich gleich „umsetzen“ und komme an den reifen Kompost, der dann auf die Beete kann. Auf gehts!

    Antworten
  8. Michael Eisenknappl

    Ich frage mich, warum Ihr die Hochbeet immer mit groben Material und Kompost füllt. Warum nicht einfach nur Erde. Unsere 4 Hochbeete wurden nur mit Erde befüllt, sie setzen sich nicht, die Pflanzen sind gesund und nicht überdüngt… Wachstum super und mind. drei Ernten im Jahr. Auch jetzt am 17. Febr. 2014 sind die Hochbeete voll Salat und Gemüse, wir ernten täglich frisch.
    Hochbeete gibt es seitdem es Nutzgärten gibt, also viele tausend Jahre lang immer nur Erde, kein Kompost außer zur Düngung, vielleicht 5 l – 10 l je m2/Jahr. Ein Hochbeet ist ein erhöhtes Beet, 10 cm – ca. 80 cm.

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      admin

      Hallo Michael,

      da kann ich dir nur recht geben. Ich halte diese peniblen Aufschichtungen von verschiedenen Materialen auch für völlig überzogen. Ich hab schon eine Anleitung gesehen mit 7 Schichten. Da wird die Befüllung zu Geduldspiel…

      Ich verwende unten groben Strauchschnitt und werde nach oben feiner. Zuletzt Grasschnitt etc. drüber und dann Erde mit eher wenig Kompost wegen Überdünung. Hauptsächlich befühle ich so, weil man im Garten einfach laufend Strauchschnitt, Grasschnitt etc. hat, bei dem man froh ist wenn man ihn los ist. Ich hab dagegen selten solche Mengen Erde, die ich los werden möchte. Das ist mal der Hauptgrund. Dann sollen die Verrottungsprozesse des Materials unten Wärme erzuegn und so die Oberfläche etwas erwärmen, was sich in der Übergangszeit positiv auswirken soll. Ob das wirklich funktioniert bin ich nicht ganz sicher. Eventuell noch im ersten Jahr, wenn größere Mengen Grasschnitt verrotten, aber später ??? Trotzdem sind die Ernteerfolge in späteren Jahren keineswegs schlechter. Kann also sein, dass das nur graue Theorie ist.

      Antworten
  9. Alexander

    Hallo,
    vielen Dank für die nützlichen Tipps. Ich werde auch demnächst ein Hochbeet in meinem Garten bauen. Ich wusste vorher nicht, dass es Sinn macht erst im Herbst zu befüllen. Werde mir das zu Herzen nehmen. Dann werde ich zwar erst nächstes Jahr einpflanzen können – aber egal. Ich werde meinen Hochbeet bau auch in Bild und Schrift festhalten und hierfür einen Blog erstellen. Später werdet Ihr dann mein Ergebnis hier in meinem Hochbeet Blogfinden. Nochmals vielen Dank für die nützlichen Infos und viele Grüsse

    Alexander

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu sascha Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.