Lärchenholzfassade – Teil 2

….die wichtigsten Vorbereitungen wurden ja bereits im ersten Teil beschrieben. Jetzt zu den Praxisdetails.

Als erstes mußte das Raster mit den 10×5 cm Staffeln an die Wand geschraubt werden. Ich verwende dafür 6x180er Schrauben, verzinkt. Nachdem es hier um viele hundert Schrauben geht habe ich natürlich versucht das ganze zu optimieren. Mein Plan war die Staffel mit einem 8er Bohrer vorzubohren, dann die Staffel auf 2 Hölzer zu legen, die den richtigen Abstand zur Staffel darunter garantieren, in die Wand zu bohren, Dübel rein, anschrauben, fertig.

Der Hund steckt im Detail, oder besser gesagt in alten Ziegelwänden mit abbröckelndem Putz. Die ersten Versuche irgendeine haltbare Verbindung herzustellen waren nicht von Erfolg gekrönt. Die ersten wirklich guten Verbindungen waren mit „Hiltikleber“ möglich. Das sind diese Tuben, mit denen man Dübel oder Gewindestangen einkleben kann. Hält wirklich gut, aber das Handling war unzumutbar (hoher Preis, schnelle Trockenzeit etc.). Insgesamt ist es mir mit einer 330ml Tube gelungen 2 x 4Meter Staffeln zu montieren. Nachdem ich insgesamt aber einige hundert Meter brauche, ist dieser Weg nicht praktikabel. Durch einiges an Versuchen und probieren gelang es mir doch einen Großteil der Dübel so anzubrigen, dass diese auch halten. Um den Bericht nicht endlos lange werden zu lasse, habe ich meine Erkenntnisse zum Thema Schrauben in altem Mauerwerk in einem eigenen Beitrag festgehalten. Der Raster wird in 60cm Abständen angebracht. Dies entspricht der Breite der Glaswollbahnen und ist auch ein vernünftiger Abstand zum Schrauben der Bretter.

Oben und unten hab ich konsequent Insektenschutz angebracht. (Die Nachbarin, die jedes Jahr die Wespenkolonie mit Wasser und Deospray aus ihrer Fassade „entfernt“ war mir Warung genug.) Hier gibt es im Handel eigene Kunstoffprodukte, die gar nicht billig sind. Sieht man sich dann noch die Löchgrößen dieser Dinger an fragt man sich überhaupt ob das ganze nicht eher Vogelschutz sein soll. Meine Lösung war der Kauf von Metall Insektenschutzgitter. Man bekommt es nicht überall, aber in manchen Baumärkten stehen zwischen den Rollen mit Kunststoffgitter auch ein paar Rollen aus Alu rum. Das ganze wird mit dem Tapetenmesser in Streifen geschnitten, ist wetterfest und sehr angenehm form- und verarbeitbar.

holzraster
Anbringen des Holzrasters.

Als Isolierung habe ich 10cm Glaswolle eingebracht. Für den Aussenbereich gibt es hier extra wasserabweisende (hydrophobiert) Produkte. Ich hab Rollen verwendet die man einfach in das Raster schiebt. Darüber kommt eine diffusionsoffene Unterspannbahn, die möglichst winddicht verklebt werden sollte. Die Klebebänder die man für diesen Zweck erhält sind teuer und sehr unterschiedlich in der Qualität. Hier kommt man um ein wenig probieren nicht herum. Unterspannbahn kann ich besten Gewissens das Eigenprodukt von bausep empfehlen. Tolle Qualität zum Superpreis !!!

Es hält sich übrigens hartnäckig das Gerücht dass Steinwolle irgendwie mehr „öko“ als Glaswolle ist, was völliger Unsinn ist. Beide Produkte werden seit über 20 Jahren mit Faserlängen produziert, die nicht lungengängig sind und daher auch nicht gesundheitschädlich. Prinzipiell sollte man aber natürlich versuchen einen Austritt von Fasern zu vermeiden. Im Außenbereich sehe ich aber hier deutlich weniger Gefahr als Im Innenbereich (Dachschrägendämmung, Leichtbauinnenwände etc.)

Blaue Unterspannbahn, teilweise schon beplankt
Blaue Unterspannbahn, teilweise schon beplankt

Das ganze gehört dann mit Hinterlüftung beplankt. Hinterlüftung ist ein Muss ! Dazu gehören auch Zu- und Abluft oben und unten. (Mit Insektenschutz) Ich hab schon eine Lösung einer Profifirma gesehen, wo zwar hinterlüftet wurde , aber keine Abluft oben möglich war. Nachdem bei Fensteröffnungen die Hinterlüftung durchbrochen wird, hab ich auch über und unter jedem Fenster Luftöffnungen vorgesesehen.

erste Seite fertig
erste Seite fertig

Fensterlaibungen hab ich ebenfalls mit Holz ausgeführt. Hier ist eine etwas professionellere Kreissäge schon eine grosse Hilfe, wenns gut aussehen soll.

Irgendwann ist das ganze dann mal fertig. Ich hab auf der Südseite noch eine optische Abwechslung angebracht. (im Bild unten links) Geschmacksache. Das ganze Haus sieht aber alles in allem richtig gut aus.

fertig
endlich fertig

Zeitaufwand ist etwas schwer zu schätzen. Ich hab bis auf 2 Tage allein gearbeitet. Insgesamt braucht man schon etwas, aber ich habs ganz leicht in einer Saison gemacht, trotz Hochzeitsvorbereitung und war trotzdem schon im August fertig. Da hab ich auch noch die Fenster gewechselt. Gekostet hat das Ganze recht wenig. 2000 Euro Gerüst (gekauft), 1200 Euro Glaswolle, 3200 Euro Holz und ca. 500 Euro Schrauben (Edelstahl), 200 Euro Unterspannbahn. Dann noch Fensterbänke und Kleinmaterial (Insektenschutz, Dübel, Klebebänder usw.) grob 700 Euro. In Summe (ohne Gerüst) ca 6000 Euro. Für 170m2 Fassade. Ein Vollwärmeschutz wäre für ca. die Hälte mehr ohne Eigenleistung zu haben, eine Lärchenfassade von einer Fachfirma kostet mindestens das 4 fache. Mir gefällt die Holzfassade besser, sie ist länger haltbar und diffusionsoffen. Optisch ist sie ein echter Hingucker. Sie gefällt eigentlich jedem sehr gut. Mal sehen wie das wird, wenn die Lärche (unbehandelt) grau wird…..

Noch ein Tipp. Mühe geben beim Schrauben. Es gibt Bohrer mit „integriertem“ Senkkopf. Die Schrauben etwas ansenken, aber nicht zu weit. Die Schraublöcher sind die Schwachstellen bzgl. Verwitterung. Der Schraubenkopf sollte bündig mit dem Holz abschliessen. Nach ein paar Tausend Schrauben geht das dann schon ganz gut 😉 Keine selbstversenkenden Schrauben oder so Blödsinn kaufen. Ich habs probiert. Vorbohren ist das einzig vernünftige ! Außerdem lohnt es sich eine Schnur straff zu spannen und daran die Schrauben auszurichten. Es sieht nichts schrecklicher aus, als „irgendwie“ geschraubt, obwohl ich sicher kein Ordnungsfanatiker bin !

Schnurspannen lohnt sich !
Schnurspannen lohnt sich !

Fazit: viel Geld gespart, super schön geworden, wunderschöen Arbeit mit Frischluft- und Ausblicksgarantie.


  1. Sonja

    Hallo!
    Danke für den informativen Artikel,wir haben ein altes Kleingartenhaus aus den30er Jahren neu zu verpacken-auch mit Lärchenholz (obwohl mein Vater davon abgeraten hatte ,wegen Verwitterung und so,er würde uns zu einer verputzten „Styroporfassade“raten..).Wir wollen die Fassade gern streichen,in einen schönen Blau-sind aber jetzt verunsichert weil man die angebl.(trotz neuer modernen Lackrezepturen)ca.alle 3!Jahre streichen muß,wg.Abblättern und Ausbleichen-ist ölen vieleicht die bessere Lösung?(wir wollen diesen Graueffekt nämlich nicht)Bitte um Rat,wenn möglich -DANKE!!!!
    Liebe Grüße Sonja

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Hallo Sonja,

      Kann ich dir leider nicht besonders viel dazu sagen. Ich hab mich ein wenig erkundigt, aber nachdem meine Fassade an der Giebelseite 12m hoch ist war streichen für mich keine Alternative.
      Lack ist eine problematische Lösung. Sobald er abblättert ist es praktisch zu spät, weil dann das Holz sehr schnell sehr stark leidet. Hier mußt du also auf jeden Fall neu streichen und, wenns ordentlich sein soll vorher auch mal gründlich anschleifen. Wie lange ein moderner Lack auf der Wetterseite so hält weiß ich nicht aber könnte mir schon ein paar Jahre vorstellen.
      Üblich sind Lasuren etc. Auch hier heißt es alle paar Jahre streichen, ist aber sicher weniger aufwändig.
      Ein Bekannter von mir hat sich ein sauteures Mittel aus der Schweiz bestellt, bei dem das Vergrauen langsamer und gleichmäßiger vor sich gehen soll. Hat ihm für ein 160m2 EFH alles mit Holz fast 1000 Euro gekostet. Die Fassade ist heute 5 Jahre alt und weniger vergraut als meine, jetzt beginnt es aber etwas fleckig zu werden. Jetzt wird er es wahrscheinlich auch leiben lassen.
      Das Vergrauen ist schon etwas, das nicht jedem gefällt. Mir gefallen so farbige Häuser sehr gut. Gerade bei einem Gartenhaus im richtigen Stil sieht das sicher toll aus und schlägt um Längen jede Styroporfassade. Ob du dir die Arbeit antun willst alle sagen wir 5-9 Jahre neu zu streichen mußt du selber entscheiden. Hängt würde ich sagen von der Größe, der Zugänglichkeit etc. ab.
      Alles in allem sind diese Mittelchen alle sehr teuer, ungesund und viel Arbeit. Wenn du dich zum Streichen entschließt würde ich andenken Fichtenholz zu verwenden. Regelmäßig gestrichen hält das auch ewig, zumindest wenn du vertikal verschalst.
      Wie gesagt, ich bin hier kein Fachmann sondern kann nur wiedergeben, was mir ein paar Leute erzählt haben, vielleicht findest du ja doch irgendeinen Fachfarbhandel, wo es gute Beratung gibt.

      Alles Gute und Viel Glück !

      Vielleicht hast du ja mal ein paar Fotos, würde mich interessieren !

      lg

      Marcus

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  2. Andre

    Hi Marcus und Sonja,
    super geworden, habe auch meine Fassade so gemacht. zu streichen nimmst du von Remmers Aidol Creme. Ist 1A und leicht zu verarbeiten. Wenn du nachstreichen musst, abfegen und drüber. ist öl,antibläue….in einem und in verschiedenen Farben zu kriegen, aber im Fachhandel!!!
    mfg aus Thüringen
    Andre

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    1. comment by losmuchachos
      admin

      danke für den tip ! lg

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  3. Richard

    Hallo!

    Tolle Beschreibung! Ich plane auch schon seid einiger Zeit an einer solchen Fassade!
    Meine Frage ist: Welchen Abstand hast Du für die Schrauben der Staffeln gewählt, reichen hier auch 60cm?

    Gruß aus NRW!

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      admin

      hallo ! danke ! ich nehme an du meinst die schrauben, mit denen ich die staffeln an die wand geschraubt hab. also ich würd sagen ich hab eher einen meter. ein wenig abhängig davon wie gut sie gehalten haben. manchmal hab ich auch ein paar direkt nebeneinander, wenn die ersten nicht ordentlich geworden sind. ich hab ich altes mauerwerk geschraubt und da ist das ja öfter mal ein problem. halten tut es trotzdem bombenfest. man verschraubt ja im endeffekt dann die ganze konstuktion miteinander, das hält ! viel erfolg !!!

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  4. fpg

    moin !

    schöne beschreibung und motivation 🙂 . mir steht die verkleidung meines zukünftigen hauses auch noch bevor. da es sich um ein fachwerkhaus handelt, werde ich keine glaswolle verwenden und auf holzfaser zurückgreifen. die verkleidung erfolgt dann in douglasie. die fläche, die wir mit einer boden-deckel-schalung beschrauben müssen, beträgt rund 170m², die brettlängen sollen 250cm betragen. ich rechne mit rund 8 schrauben pro brett, was unterm strich rund 4000 schrauben benötigen wird (2000 5×50 und 2000 5×70) … bei diesen mengen frag ich mich, ob man da besser qualität oder preis zum ziel hat 🙂 . der link gen schraubenhandel zeigt, wo der unterschied liegen kann. welche qualität hast du gewählt ??

    gruss vom fpg

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      admin

      ich hab die billigsten genommen und bin gut gefahren. für die unterkonstruktion verzinkte schrauben, aussen edelstahl. wie gesagt die billigste variante. nicht zu dünn. wobei 5 denke ich ok ist. und ich bin ein freund von vorbohren mit einem senker. bin gut gefahren. bis jetzt keine probleme.

      Antworten
  5. fpg

    moin,

    … oha.. das ging ja schnell 🙂

    ich werde zunäxxt mal 1000 von jeder sorte ordern und probieren. vorbohren und senken ist ehrensache 😉

    grüsse aus dem verregneten niedersachsen

    der fpg

    Antworten
  6. geraldine Mandau

    Hallo, hallo

    Ja, auch ich möchte ein Häuschen mit Lärche verkleiden,

    und jetzt versuche ich heraus zu finden, wie ich Fenster und Türen möglichst ideal verkleide. Das heißt, Fachgerecht.
    Ich bin leidenschaftliche Hobby- Bastlerin mit Holz. Bisher aber nur für den Innenbereich.
    Da habe ich diese Seite entdeckt und hege jetzt die Hoffnung, das mühsame Recherschieren etwas abkürzen zu können.

    Könnte ich vielleicht Fotos und grobe Skizzen bekommen?

    Die ganzen anderen Tips sind echt Gold wert….

    Viele liebe Grüße
    Geraldine

    Antworten
  7. Matthias

    Von den verzinkten Schrauben würde ich bei Douglasie, Bangkirai und Lärche generell die Finger lassen, da die Hölzer sehr „sauer“ sind und die Schrauben sich in wenigen Jahren auflösen, was ich selber leidvoll erfahren musste. Auch ohne daß die Schrauben für das Wetter bzw. Feuchtigkeit exponiert waren.

    Gruß Mattias

    Antworten
  8. Todder

    Sehr interessanter Beitrag zum Thema „Haus isolieren“.

    Unser Haus wollen/müssen wir auch isolieren, denn im Winter haben wir schon recht kalte Aussenwände.
    Geplant haben wir die Wände 1/4 in Holz und 3/4 in Metall zu verkleiden, drunter Styropurplatten, doch ein Bekannter empfiehlt eher Glaswolle.
    Metall und Holz soll waagerecht angebrachtwerden, weil unser Haus von der Straße aus gesehen sehr hoch wirkt und ich es so optisch in die Breite ziehen will.
    1. Lattung (10cm stark) waagerecht und dazwischen die Isolierung, 2. Lattung (2,5cm stark) senkrecht, für die Hinterlüftung und Fassadenverkleidung.
    Unser Haus ist Bj ’62, Grundmaß sind 7 x 8 m und die Wände sind wohl aus so eine Art Bimsstein, jedenfalls haben die Steine 2 oder 4 Kammern und isolieren wohl garnicht.
    Dübel/Schrauben in die Wände sind ein Albtraum.
    Mußte alle Dübel mit „Fast Bond“ von Weicon einkleben, aber klasse Zeug !!

    Was genau haben Sie für Glaswolle genommen?
    Sie haben eine Windsperre angebracht, wo ist der Unterscheid zu einer Dampfsperre?
    Haben Sie das Holz behandelt, wenn ja womit?
    Sie erwähnten Förderungen wegen Energieeinsparung, etc. … was ist daraus geworden?

    Vorab vielen Dank für Ihre Info’s.

    Antworten
  9. el muchacho

    Hallo Todder,

    Glaswolle gibt es eigene „hydrophobe“ als wasserabweisende Variante für den Aussenbereich. Die hab ich genommen. Von Isover gibt es da Platten, oder auch Bahnen genannt Kassettendämmbahn. Verarbeitet hab ich beide schon. Die Platten sind teurer, isolieren besser und sind angenehmer zu verarbeiten.

    Auf keinen Fall aussen eine Dampfbremse/sperre verwenden !!!!!!

    Lies mal das

    http://www.losmuchachos.at/allgemein/die-sache-mit-dem-wasserdampf/

    Holz ist bei mir Lärchenholz unbehandelt. Förderungen hab ich bekommen, wie erwartet.

    lg

    Antworten
  10. Todder

    Hall.

    Vielen Dank für die Infos.
    Werde mich da mal weiter einlesen.

    Wir würden gerne verhindern, daß das Lärchenholz grau wird.
    Oder es jedenfalls in die Länge ziehen.

    Ob wir in Deutschland auch Förderung bekommen ist fraglich…
    Und wenn, dann sicherlich nicht, wenn ich nur 10cm isoliere.

    Guten Rutsch ins Jahr 2012

    Antworten
  11. Thomas

    Hallo,

    wie hast du die Glaswolle befestigt ?

    Grüsse.

    Antworten
  12. muchacho

    Hallo Thomas,

    das ist nicht nötig. Die Klemmwolle hat 62cm Breite. Man macht die Staffeln einfach etwas enger und klemmt die Glaswolle ein. Das hält. Wird auch im Dachausbau oder bei Leichtbauwänden nicht anders gemacht.

    lgm

    Antworten
  13. Gerd

    Hallo,
    wir wollen in Kürze unseren Giebel (ca. 45 qm) mit einer Lärchenfassade verschönern. Auf der Suche nach hilfreichen Informationen bin ich über Deinen Blog gestolper.
    Nun habe ich eine Frage:
    Wie funktioniert das mit den Insektengittern? Werden die „nur“ oben und unten am Ende eingeklemmt, oder wie?

    Gruß Gerd

    Antworten
  14. FleSteGo

    Hallo Marcus

    Ich habe vor ebenfalls eine solche Holzfassade anzubringen. Habe jedoch in einem der umliegenden Sägewerke ordentlich Gegenwind bekommen.

    Gegen meine Erläuterungen welches Material ich möchte und was ich bauen möchte wurde eingewendet:
    – deutsche (heimische) Lärche nicht verwenden, weil zu verwindungsfreudig -> sibirische Lärche
    – Bretter mit einer Breite von 195mm werden überhaupt nicht angeboten, viel zu breit (max. 150mm)
    – die schmalen kommen IMMER oben auf und geben einen gewissen Druck auf die Böden, damit sich keine Spalten auftun
    – die Konterlattung mit einer umgekehrten Leisten-Deckelschalung einsparen, das kann ja gar nicht funktionieren. „Da merkt man, dass sie (ich) keine Ahnung von Holz haben! Nein, die Leute kommen auf Ideen. Lassen Sie auf keinen Fall die Lattung weg! Sie bauen etwas für viel Geld und mussen es später wieder abbauen…“
    – die Leisten sollten am besten an 4 Seiten gefast sein. Warum, habe ich nicht verstanden.

    Ich teile nicht diese Meinung. Habe schließlich mal Bauingenieurwesen studiert und mich dazu noch in kürzer Vergangenheit ausführlich informiert. Volker hatte aber im Kommentar zum 1. Teil ähnliche Bedenken geäußert. die nicht beantwortet wurden:
    „[…] dadurch liegt doch jetzt aber jedes zweite brett auf der dämmung, oder? ..und wird demanch nicht belüftet ?! ist das kein problem ?[…]“

    Ich plane Leisten (Boden) 24x48mm und Deckel 21x195mm. Ich kann mir schon vorstellen, dass die Leiste nach links und rechts Richtung Hinterlüftung Deckel mit abtrocknet, zu große Risiken will ich aber nicht eingehen. Überlege auch die Leisten noch 1 oder 2 cm breiter zu machen (auf Grund deines Hinweises, dass 2 cm Überdeckung manchmal etwas wenig sind.

    Danke für deine Hinweise…

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Servus FleSteGo,

      ad 1. heimische vs. sibirische Lärche. Schwachsinn ! Sibirische Lärche ist besser, ohne jede Frage, es gibt aber auch heimische Lärche in verschiedensten Qualitäten. Ich hab eine billige genommen, die Fassade ist etliche Jahre alt und wie neu. Was würden die vom Sägewerk denn mit heimischer Lärche machen ? Die meisten anderen Anwendungen sind noch deutlich heikler bzgl. Verwindung etc. Nehme eher an die verdienen an sibirischer besser. Ich bin kein Freund von 2. und 3. Welt Holz, aber Geschmacksache. Sibirische kostet halt das doppelte und heimische reicht für diesen Zweck…

      ad 2. (Brettbreite) Naja dann haben sie keinen guten Lieferanten. Bei mir war das gar kein Thema. Ist halt eine optische Frage und sicher sind 15cm Bretter durchaus kompakter und besser mit Schrauben „in Form zu halten“. Sollte es dir optisch egal sein ist es also kein Nachteil.

      ad 3. (schmale oben) Naja wenn sie meinen. Es stimmt, dass manche Bretter sich z.B. an einer Ecke etwas nach oben biegen. Das kann man mit dem Deckel niederdrücken. Das funktioniert. Allerdings drückt man das auch mit einer Schraube nieder. Alle 60cm (oder 62, je nach Breite der Isolierung) und das klappt genauso.

      ad 4. Also bei meiner Isolierung sehe ich keine Grund die wieder abzubauen. Haben sie dafür auch richtige Argumente ???

      ad 5. (alle Seiten fasen) Da haben sie nicht unrecht. Dafür gibt es 2 Argumente.
      1. Bretter biegen sie wenn sie feucht oder trocken werden. Schaut man sich die Stirnseite des Bretts an (mit den Jahresringen), dann weiss man auch in welche Richtung sie sich biegen. Jetzt gibt es Menschen die sind der Meinung, man sollte die Schalung so bauen, dass sie sich bei Regen schliesst und bei Trockenheit wieder aufgeht. Ich halte das für Schwachsinn und hab es auch nicht so gemacht. Aber wer will…. Stichhaltiger ist für mich Argument
      2. Jedes Brett hat eine schönere Seite. Sind alle 3 Ecken gefast kann man immer die schönere nach aussen geben. Bei vielen Brettern ist das relativ egal, aber bei manchen auch echt entscheidend. Hat man nur 2 Ecken gefast geht das nicht.

      Halt uns doch auf dem laufenden !

      lg

      Marcus

      Antworten
    2. comment by losmuchachos
      el muchacho

      p.s. hatte glaub ich genau deine Maße ! 2 cm gesamt sind wenig ! Damit meine ich 1cm auf jeder Seite. 2cm auf jeder Seite sind auf jeden Fall genug !!

      Antworten
    3. comment by losmuchachos
      el muchacho

      und sorry, dass ich da anscheinend einen Kommentar nicht beantwortet hab. Es ist richtig. Die schmalen Bretter liegen auf der Unterspannbahn auf. Bei weitem nicht überall, weil so gerade wird das alles nicht. Innen wird aber die Konstruktion eigentlich nicht wirklich feucht. Die wenige auftretende Feuchtigkeit kann leicht durch die Isolierung abtrocknen, wo es tatsächlich aufliegt. Da sehe ich kein Problem! Problematischer wäre das wohl mit Styropor als Isolierung. Sollte hier ein Brett wirklich mal auf einer größeren Fläche satt aufliegen könnte es schon etwas feucht bleiben, das stimmt. Allerdings halt ich Styropor ohnehin nicht nur aus diesem Grund für völlig ungeeignet.

      Ich hab schon einige Male ein paar Bretter aufgemacht (nachträgliches Legen von Kabeln etc.), ich hab noch bei eine Stelle gesehen die auch nur minimal feucht war. Auch keine Bretter die innen solche „Schäden“ gehabt hätten.

      Jeder muss das selbst entscheiden und es ist gut wenn man sich Gedanken macht. Gerade gemäß DIN Normen ist die durch meine Konstruktion erreichte Hinterlüftung nicht ausreichend ! Eine klassische Deckelschalung mit massig Hinterlüftung ist sicherer und besser. Wer sich nicht drübertraut soll diese machen. Meine Fassade funktioniert.

      Antworten
  15. FleSteGo

    Hallo Marcus,

    Es ist bald so weit. Die (heimischen) Lärchenholzbretter sind bereits da. Die Staffeln (6x12cm) sind abholbereit. Aluinsektenschutzgitter habe ich auch schon gesichtet.
    Ich habe aber noch eine Detailfrage. Wie genau hast du die Belüftung hergestellt? Wie hast du das Insektenschutzgitter im Sockel und Dachanschlussbereich angebracht? Hast du im Sockelbereich die Bretter schräg abgesägt (Tropfkante) oder gerade?
    Hast du im Dachanschlussbereich eine (horizontal) durchgehende Lüftung (oder zum Teil die Fassade bis ans Dach gezogen)?
    Vielleicht kannst du noch ein paar aussagekräftige Bilder online stellen oder mir per Mail schicken. Das Thema Hinterlüftung und Schutz der Dämmung vor „Schädlingen“ ist für mich sehr wichtig, ich denke in diesem Bereich kann man die größten Fehler/Schäden machen.

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Servus,

      Das Thema ist tatsächlich etwas heikel. Also heikel ist vielleicht übertrieben, aber ein wenig Bastelei. Ich hab oben die unten liegendem Bretter ca. 5cm unter dem Dachanschluss enden lassen. Die Deckbretter gehen bis ganz hinauf. Somit sind die „Lüftungsschlitze“ oben nur ca. 5×1 cm pro Latte. Das Gitter liegt dazwischen und steht einfach nach oben, hält aber beim Albgitter recht gut.

      Unten hab ich das Alugitter zwischen unterer Staffel (hatte ganz unten eine horizontale Staffel) und unterer Schalung nach oben gezogen und mit Tacke etwas befestigt. Die Deckschalung hält das dann gut fest. Man sieht aber das Gitter ca. 1-2 cm zwischen den Brettern der Deckschalung nach oben laufen.

      Hoffe das ist verständlich so. Bilder hab ich da leider keine mehr.

      Das mit der Tropfkante finde ein geniale Idee, hatte sie aber selber leider nicht. Die Bretter leiden aber schon von unten sichtbar am meisten unter Regen etc. Ich gehe also davon aus, dass der Regen ein wenig von der Unterseite wieder angesagt wird. Eine Tropfkante durch ein schräg abgeschnittenes Brett könnte echt helfen.

      Alles Gute

      Antworten
  16. Andreas

    Hallo aus Sachsen,
    erst mal ein großes Lob an dich! Endlich hat man mal das Gefühl einen richtigen Heimwerker mit gesundem Menschenverstand vor sich zu haben. Mit großem Interesse lese ich in jeder freien Minute alles hier durch, denn ich stehe gerade am Anfang ein altes Einfamilienhaus zu renovieren. Bin also noch in der Recherchephase.
    Leider habe ich gar nichts zur Dachdämmung gefunden. Dabei kann ich mir nicht vorstellen, dass dein Dach ungedämmt ist.
    Könntest du bitte mal deinen Dachaufbau (einzelne Schichten und Dämmstärken) angeben. Und (was noch viel wichtiger ist) deine Erfahrungen und eventuelle Verbesserungsideen schreiben. Oder mich einfach mit der Nase auf einen vielleicht schon vorhandenen Artikel stoßen… 😉
    Vielen Dank für deine Mühen.
    Andreas

    Antworten
    1. comment by losmuchachos
      el muchacho

      Hmmm. Hat sich anscheinend noch nicht ergeben. Ich hab 40cm etwas bessere Glaswolle (32 Dämmwert oder so). Gut hinterlüften, je mehr desto besser 😉

      Antworten

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