Mein HZC BKB851K Minibagger – Wie alles begann

der HZC BKB851K Minibagger

Auf einer Baumarkttour begann alles: der große Traum des Heimwerkers für leistbares Geld. Mittlerweile gibt es sie bei allen großen Baumarktketten, mehr oder weniger baugleich – mal grün, mal rot, mal blau. Einer dieser 5000-Euro-Minibagger stand im Eingangsbereich meines Baumarktes und lachte mich an. So etwas musste ich haben. Einen eigenen Minibagger.

Recherche und viel Internetsuche verlagerten das Ziel meiner Träume aber. Mehrmalige Live-Besichtigungen und Überlegungen ergaben: Diese 5000-Euro-Baumarktbagger sind einfach zu mikrig. Sie graben nicht tief genug, sind nicht kräftig genug, nicht stabil genug, bieten nicht die Anbaugeräte, die ich will, usw. Hier sollte man darauf achten, dass die ganz kleinen Modelle nicht einmal eine zusätzliche Hydraulik am Arm haben. Somit kann man Anbaugeräte, die sich bewegen, gar nicht ansteuern. Das war mir dann doch zu wenig.

Der Markt an europäischen Produkten ist leider unglaublich teuer. Es hätte mir gut gefallen, ein kleines Markengerät zu besitzen. Leider sind nicht nur die Neu-, sondern auch die Gebrauchtpreise richtig hoch. Auch die Größen- bzw. Gewichtsklasse, die ich wollte, gibt es von Markenanbietern gar nicht so ohne Weiteres. Somit musste leider auch diese Variante ausscheiden.

Leihbagger – nix für mich. Ich arbeite gerne stressfrei, wann ich Lust habe und wenn das Wetter passt. Ich will nicht die beiden Tage, an denen man den Bagger zu Hause hat, voll ausnützen müssen. Kurz: Ich bin einfach kein Leih-Typ.

Bagger aus China – also wirklich direkt aus China über AliExpress etc.: Die Preise, die dort genannt werden, sind Blödsinn. Man bekommt auch in China keinen Bagger um 600 Euro. Im Endeffekt will man den Kunden irgendwie dazu bringen, eine Anfrage zu stellen. Ich bin motor- und hydrauliktechnisch leider völliger Laie, und die Aussicht auf eine Reparatur an einem chinesischen Gerät, bei dem man eventuell keine Teile bekommt, hat mich etwas überfordert. Nach einiger Überlegung daher mein Entschluss: Das traue ich mir nicht zu.

China-Bagger aus europäischem Handel: Es gibt einige Händler, die chinesische Produkte vertreiben und dazu auch Ersatzteile, Garantie usw. aus Europa abwickeln. Für mich war das die optimale Lösung. Als Favorit kristallisierte sich die Firma HZC heraus: durchaus gute Bewertungen bezüglich Service und Kundensupport, interessante Auswahl an Anbaugeräten, gute Preise usw.

Nach kurzem Mailverkehr entschied ich mich für den BKB851K, einen Benzinbagger mit 920 kg Eigengewicht. Das war in meiner angestrebten Gewichtsklasse, weil ich dieses Gewicht noch selbst mit Anhänger transportieren kann. Ich habe damals den Benzin- und den Dieselbagger zum selben Preis angeboten bekommen, entschied mich aber trotzdem für den Benzinbagger, weil ein „Fachmann“ meinte, dass die kleinen Dieselbagger schon recht ruppig und lauter sind und auch die damit verbundene Motorentechnik etwas komplizierter ist. Als Vorteil des Dieselmotors wäre am ehesten eine höhere Langlebigkeit anzuführen. Ich gehe aber ehrlicherweise nicht davon aus, dass mein Gerät tausende Stunden in Betrieb sein wird. Ob das wirklich die richtige Entscheidung war, ist mir bis heute nicht klar. Damals gab es bei HZC leider noch keine Elektrobagger – eine sehr interessante Alternative.

An Anbaugeräten habe ich neben dem Standard-Schaufelset noch den Stemmhammer, den hydraulischen Baggerdaumen und den Reißzahn bestellt. Außerdem das Wartungsset.

Der Bestellablauf und die Lieferung per Spedition waren unkompliziert. Angenehm – für Laien wie mich – ist, dass der Bagger wirklich fertig montiert und betriebsbereit kommt. Es war sogar etwas Benzin im Tank und die Schmierstellen waren alle abgeschmiert. Man konnte ihn also einfach starten, und auch das ging problemlos.

Soweit zu meinen Auswahlüberlegungen beim Kauf. Der Kauf ist mittlerweile schon fast ein Jahr her und ich habe ihn prinzipiell nicht bereut.

Mein grobes Fazit zur Auswahl:

  1. Ob Benzin oder Diesel, weiß ich nicht. Ich habe Benzin und bin zufrieden, wäre es aber wohl auch mit Diesel. Elektro gab es damals nicht, würde ich heute aber auf jeden Fall überlegen. Bei HZC ist diese Variante sehr leistbar.
  2. Ich würde keinen kleineren Bagger kaufen als diesen. Auch das breitenverstellbare Fahrwerk ist Gold wert. Man erreicht eine Breite von 110 cm und auch das ist durchaus wackelig. Wenn man einmal einen größeren Stein über die Seite dreht, kann der Bagger unter Umständen schon kippen. Einen Bagger mit 70 cm Breite, wie die kleinen Baumarktbagger, würde ich heute keinesfalls mehr in Betracht ziehen.
  3. Wenn man Zeit hat, würde ich heute vielleicht trotzdem etwas länger suchen und ein Gebrauchtgerät kaufen. Im letzten Jahr sind mir dann doch einige durchaus interessante Angebote untergekommen.
  4. Ein hydraulischer Daumen ist ein Muss. Den Reißzahn braucht man eigentlich nicht. Vom Stemmhammer ist aus meiner Sicht abzuraten. Aber das ist einen eigenen Beitrag wert.

In weiteren Beiträgen folgen meine Erfahrungen mit Support, Problemen, Wartung usw.

P.S.: Ich bekomme keinerlei Vergütung von HZC. Ich habe den Bagger zum vollen Preis gekauft.


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