Sandige Geschichte – 2 (geht weiter)

Yuri hat nach 2 Jahren bei seinem sandigen Projekt weitergearbeitet. Dazwischen hat er sich die Zeit mit Bohrungen für Kunden vertrieben. Hier seine Doku wieder mit vielen sehr interessanten Bildern aus dem gesamten Projekt.

Der Brunnen war bereits gebohrt, abgebaut und teilweise zugeschüttet. Die Bohrstelle blieb so für lange Zeit stehen. In Vorfreude auf das Ergebnis beschliesse ich nun doch weiter zu bohren. Ich setze ein Rohr mit 2 Metern Filterstrecke und 3 Metern Vollwandrohr. (blaues Filterrohr DN125, Filter selber mit 0,5 mm Scheibe selber geschlitzt)

Am Ende: Brunnen war abgepumpt und von innen aufgenommen:

Ich entdecke was ist in meinem Garten vergraben liegt. Der Vorbesitzer hat nicht nur den Schuppen abgerissen, sondern auch den ganzen Müll vergraben.

Parallel erfolgt Dekontamination:
Bohrpunkt ist festgestellt:
Auch nach Boden-Reinigung kommt aus bis 0,9 m dreckiger Boden (neuer Brunnen):
Versuch mit DN100 direkt zu verrohren,Vorbereitung:
Nur 8 Meter gebohrt,geht nicht wegen Steinen weiter,danach abgebaut (alle Rohre gerettet):
Pflastern in Vorbereitung:
Fertig:
Gebliebene Loch ab 3,8 m nachgefallen.Stahl-Verrohrung versunken,etwas eingedreht und mit Kiespumpe weiter:
Weitere Rohr zugesetzt,Kiespumpe in Anfang nur von Leiter:

Nach 3-monatigem Versuch, kann ich auf 9.8 m wegen Steinen nicht mehr bohren. Es erfolgt der Ausbau:

0-7,8 m – DN 80 vollwändig
7,8-8,8 m – DN 80 SW 0,3 mm Filter
8,8-9,8 m – DN 80 vollwändig (Sumpf)

Brunnen zeigt schlechte Zeichen: aus eroberter Strecke kein Trinkwasser,da ganze Boden organisch (bakteriell) verunreinigt. Aber Giessen ist möglich.

Das letzte abendliche Aussicht.Morgens erfolgt Entzug des Stahlrohres
Alle Arbeits-Rohre weg,Säule ganz unten ist mit Boden-Kappe verschlossen:
Machen wir eine Brunnen-Spiegelung:

Hier sieht man die Schichtenfolge mit fortschreitender Tiefe.

Sand aller Kornungen,mit Schluff und Ton-Spuren.Schwarze Flecken – braune Kohlen (schwach bis stark verfaultes und abgebranntes Holz).Boden ist wasserführend, aber schwach. Mehrere Umgebungs-Brunnen ziehen von dieser Schicht Wasser, aber wenig.

Intervall - 4,2-5-5 m.
Sand ab 5,5 bis ~ 6,4 m, grober bis mittlerer Schluff, mit wenig feiner Körnung. Verrohrung von unten.

Steinhaltiger Boden ist nicht nur wasserergibig, aber auch schwer durchbohrbar. Steine haben bis 9 cm Grösse.

Probe-Haufchen: links liegt grober Sand feinkiesig ohne Steine aus 6,4-7,5 m,rechts ab 7,5 bis 8 m.Alle Steine in 1 Stück mit 90 mm Kiespumpe zu Tage gefördert.
Farbe des Sandes ändert sich auf grau. Folgende Schichten bis zum Ende sind Saale-Kaltzeitliche Scholle.Hier grober Sand bis 8,3 m.
Reiner Schmelzwasser-Sand,hellßgrau. 8,3 bis 8,5 m.Leider nur saalekaltzeitliche Scholle.
Haufen Unterschicht 8,5-8,7 m,Rest - 8,7-9.8 m.

In diesem Zustand steht alles über den Winter, im Frühling fange ich mit dem Ausbau an. Es ist entschieden, mit Platten ein Hochbeet zu errichten.

Baustelle beim Auspacken nach winterlichem Schlaf.
Arbeit hat den ganzen Tag gedauert,Material genug vorhanden, am nächsten Morgen sieht es so aus:
Links vom Brunnen noch ein Hochbeet eingerichtet und Rasen eingepflanzt:

Nach einige Zeit kommt der LKW und ladet die Beton-Ringe ab. Meine Nachbar hilft beim Aufstellen, ich buddele von innen selbst aus. Dann steht die Baustelle wieder einen ganzen Monat ohne Bewegung.

Der mechanische Druckschalter ist beim erste Lauf geplatzt und nach der Aufnahme entfernt worden.

Allgemeiner Ansicht:
Ansicht von innen:

Zum Winter soll ich den Schacht uberdecken und Schutz-Heizung montieren.

In Frühling mache ich weiter und dichte den Schacht mit Bitum ab damit kein Wasser von oben eindringt:
Es ist Juli auf dem Hof,Erde ist vollständig aufgebracht und alle Leitungen - montiert.
So sieht der fertige Brunnen-Schacht aus:
Wasser marsch

Am Ende habe ich eine gut funktionierende Bewässerung für den ganzen Garten. Nach dem letzten Winter finde ich einen geplatzten Kügelhahn, alles andere überlebt die Kälte gut.

Um die Hähne widerstandsfähiger zu machen,durchhitze ich sie alle mit einem Propan-Brenner.


  1. Conrad

    Ganz schöner Aufwand für den Brunnen, aber ist letztlich bestimmt recht zufriedenstellend. Finde es toll, dass du das alles so umfassend bebildert hast, da sieht man mal, wie sich so ein Projekt im Laufe der Zeit entwickelt.

    Antworten
  2. FamWilberg

    Super Artikel.
    Da ich selber ügerlege einen Brunnen anzulegen wurde ich gerne wissen ob sich das alles gerechnet hat. Wie sieht es im Winter aus, wenn die Temperaturen unter Null Grad gehen?

    Antworten
  3. Yuri

    Hallo,

    bei Saugausbau einfach Pumpe mit Druckschalter abschrauben,Saugrohr zu machen und Gerät ins Keller.Dort kann man wasser balassen,warten….

    Bei Tauchpumpe gerät bleibt in Wasser hängen.Haben sie was oben – auch wegschrauben und – ins Wärme. Brunnenschacht ermöglichst alles am Brunne lassen (trotzdem Frostsicherheit ist zu gewwahrleisten).

    Sie koenn auch laufende Bohrfragen von klaren lassen.

    Viel Erfolg und keine Steine in Weg !

    Yuri

    Antworten
  4. Maxim

    Sieht auf jeden Fall nach einer Menge Arbeit aus, wir wollen uns bald einen Kleingarten zulegen und dann steht sowas bestimmt auch mal an, habe mir das ganze für alle Fälle mal als Lesezeichen gemerkt.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar zu FamWilberg Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.